Tuesday, May 30, 2006

WI 21

Das Leben motiviert mich nachhaltig zu handeln!

Jedes Lebewesen ist einzigartig. Nicht nur die Menschen sind Unikate, nein jeder Grashalm gibt es nur ein einziges Mal. Vielleicht tönt dies ein wenig übertrieben, aber nichts desto trotz ist dies so.
Die Achtung vor dem Leben von Lebewesen welche sich nicht wehren können, aber auch die Achtung vor dem Leben unserer „Nachfolger“ motivieren mich nachhaltig zu handeln.

Die Liebe zu Kindern erachte ich als angehende Lehrperson als unabdingbar. Gerade weil mir das Wohl dieser jungen Menschen am Herzen liegt, möchte ich mich bemühen durch mein Handeln einen kleinen Beitrag zu leisten, damit sie die Natur noch ähnlich wie ich erfahren werden können, die Luft ohne Maske einatmen können und sich nicht ums Wasser prügeln müssen.

Ich alleine kann nichts erreichen! Aber wenn alle ein wenig tun kann dies klappen. Es hängt nicht von den „Mächtigen“ ab. Denn diese sind abhängig von den „Kleinen“. Ohne „Kleine“ kann es keine „Grossen“ geben!

Naturerlebnisse zahlreicher Art faszinieren mich immer wieder. Ob es sich, um einen entdeckten Kleiber am Baumstamm oder um einen wunderschönen Wasserfall mitten in der Natur handelt, diese Erlebnisse sind Nahrung für meine Seele. Wenn ich achtsam durch die Welt gehe entdecke ich viele solche „Kleinigkeiten“ und lerne mich über diese zu freuen und diese Freude weiterzugeben.


Michèle

Friday, May 19, 2006

WI 20

Saubere Toiletten


Während dieser letzten Woche, begegnete ich an Feierabend im Neubau zwei Mal dem Hauswartteam, welches sich um die Sauberkeit der Toiletten kümmerte.
Ich habe mir das ein wenig genauer angeschaut und daraus geschlossen, dass wir z.B. saubere Toiletten als Selbstverständlich erachten. Oft merken wir gar nicht wer täglich seiner Arbeit nachgeht um uns ein angenehmes Bild zur Verfügung zu stellen. Wir bemerken die „stille Arbeit“ erst wenn wir die Leute sehen oder sich uns dreckige Toiletten präsentieren.

Der Gang zur Toilette, beinhaltet sehr viele Arbeiten und Dienstleistungen die von 1000 von Leuten vollzogen werden, die wir uns nie erträumen lassen würden…

Wer hat das Gebäude errichtet? Wer hat es geplant? Wer hat die Stromanschlüsse, wer die Wasserleitungen eingerichtet? Wer hat die WC Schüssel fabriziert und bis auf Rorschach transportiert? Wer sorgt dafür, dass aus (vielleicht von Kindern gesammeltem) Altpapier, Recyclingabtrocknungstüchlein zur Verfügung gestellt wird? Wer sorgt täglich dafür, dass wir sauberes Wasser in den Leitungen haben? è Dazu: Ist uns bewusst, dass das Wasser, welches in unsere Toiletten fliesst, dasselbe ist wie welches wir trinken? Verschwendung?

Gut, schauen wir mal an dem Seifenspender, den Fenstern, den WC Kabinen vorbei, was für Arbeiten wurden sonst noch getan, damit wir täglich bis zu 4 mal die Toiletten ohne zu fragen benutzen können?

Neben den einmaligen Dienstleistungen, werden zu unserem Wohl zahlreiche sich immer wiederholende durchgeführt. Der tägliche Toiletten-Putz und das herbeiführen von Leitungswasser sind nur 2 Beispiele.

Wie viel Wasser spülen wir überhaupt bei jedem WC Gang weg? Es sind glaube ich zwischen 3-7 Liter je nachdem ob die Spartaste gedrückt und eventuell sogar arretiert wird oder nicht.
3 Liter sauberstes Trinkwasser!!!!
Es gibt Leute, die müssen für 10 Liter am Tag, kilometerlange Wege an der prallen Sonne zurücklegen und dieses Wasser mit der ganzen Familie während einem Tag teilen.

Klar können wir kein Wasser in solche Länder schicken, aber was hindert uns daran bei jeder Spülung an diese Menschen zu denken und mit der Spartaste ein Zeichen zu setzen? Jeder Liter Wasser der nicht gebraucht wird, kostet weder Geld noch Energie. Dieses kann ja effektiv oder (vorläufig) im Kopf auf die Seite gelegt werden und irgendwann an eine Institution oder an einer Familie geschenkt werden.

Nachhaltiges Denken bedeutet für mich Handeln mit Denken!

Michèle

Thursday, May 18, 2006

Pausen-Café aus dem Automaten, bezahlt 1.50 Franken

Becher
Herstellen und Gewinnung von Bestandteilen für die Herstellen des Bechers, Qualitätskontrolle, Transport, ev. spezielle Bedruckung, Transport, Einfüllen in den Automat.

Plastikstäbchen
Herstellen und Gewinnung von Bestandteilen für die Herstellen des Stäbchens, Qualitätskontrolle, Transport, ev. spezielle Bedruckung, Transport, Einfüllen in den Automat

Milch-Pulver
Kuh produziert Milch, Bauer milkt, Transport zur Molkerei, Verarbeitung zu Milchpulver, Qualitätskontrolle, Verpackung, Transport zu Automat, Einfüllen in den Automaten

Kaffee-Pulver
Anbau von Kaffe- Baum, Pflege, Ernte, Säuberung, Rösterei, Abpacken, Transport, Verarbeitung zu Kaffe- Pulver, Qualitätskontrollen, Transport, Herstellung von
Instant -Pulver, Verpackung, Transport, Bereitstellung im Automaten

Zucker
Anbau, Pflege, Ernte, Säuberung, Extrahieren, Kristallisation, Raffinieren, Verpacken, Transport

Kaffee-Automat und sein Unterhalt
Strom, Nachfüllen von Zutaten, Entleeren von Geld, Abfallentsorgung, Reinigung der Umgebung rund um den Automaten

Produktion von Geld

Und noch vieles Mehr
Wahrscheinlich habe ich noch viele Punkte vergessen. Man stelle sich vor, dass jeder dieser Punkte noch weiter analysiert werden muss, bis wirklich nur noch Rohstoffe und Dienstleistungen vorhanden sind. Und auch dann wäre eine tiefere Analyse möglich.

Sunday, May 14, 2006

Acht die Gesamtheit!

Wie wunderbar duften die Blüten!
Wie wunderbar leuchten die Farben!
Wie wunderbar ist jede einzelne Pflanze geschaffen!
Wie viele kleine Freuden erleben wir unbewusst im Alltag!
Wie viele kleine Aufmerksamkeiten schenken uns andere Menschen!

Sich Zeit nehmen für die kleinen grossen Schönheiten und Details des Alltags!

Was wäre, wenn wir uns auch Mal an kleineren Dingen im Leben erfreuen würden?
Wie viele fröhlichere Gesichter sähen wir wohl auf unseren Strassen?

Was wäre, wenn wir ein Teil dieser Freude an andere weitergeben?

Saturday, May 13, 2006

ÖKOMARKT St. Gallen

Ein toller Event findet am Donnerstag 18. Mai 2006 statt.
Der Ökomarkt dauert von 9.00 - 20.00!

Produkte für den täglichen Gebrauch, Lebensmittel und Getränke, Essen & Trinken, Recycling, Ferien-und Freizeitgestaltung, Mobilität, Bauen und Wohnen, Energie, Bio-Garten, Gesundheit, usw.

Die fröhliche Marktatmosphäre wird sicher jede und jeden begeistern.

http://www.oekomarkt.ch/

Wednesday, May 10, 2006

WI 19

Was möchte ich sehen? Wo möchte ich hinschauen?
Wenn ich es nötig habe auf einen Post-It Zettel zu schauen, um mir klar zu werden wo ich überall Sachen oder Situationen sehen könnte, würde ich ja eigentlich mit Augenklappen durch die Welt laufen.
Jeden Tag, immer wieder sehe ich, wo ich mein Verhalten überdenken könnte und für die Mitmenschen, die Umwelt und mich ein nachhaltigeres Resultat herausbringen könnte.

Es sind drei Schritte erforderlich
HINSCHAUEN ==> DENKEN ==> HANDELN!!!

Diese drei Schritte sind jedoch abhängig von dem WOLLEN!
Will ich hinschauen? Will ich mir Zeit nehmen darüber nachzudenken? Ist es mir wert Zeit und Energie dafür zu investieren? Bin ich bereit mich zu entwickeln? Bin ich bereit mein Handeln in eine andere Richtung zu lenken?


Soll ich den Deckel auf die Pfanne tun, um Energie zu sparen?
==> Ja sicher, logisch!
==> keine Lust!
==> ich brauche dafür Wasser um den Deckel abzuwaschen…!
==> …

Wo setze ich meine Prioritäten? Setze ich sie mir überhaupt oder passiert mein Handeln weil es automatisiert ist?

Soll ich den Motor beim Rotlicht abstellen?
==> Ja sicher! Ich vergeude Energie!
==> Den Anwohner gegenüber zuliebe.
==> Klar, Benzin ist teuer!
==> Das Anstellen des Motors verschmutzt die Luft gleichviel wie wenn ich den schon warmen Motor laufen liesse.


Jede Antwort ist überlegt, jede hat seine Gründe.
Genau es kommt auf die Gründe an.
Das Unwissen lässt uns z.T. im Glauben wir tun das „Richtige“.
Sind wir interessiert zu untersuchen, ob unsere „Wahrheiten“ und Gedanken stimmen? Wenn ja bravo, denn dann haben wir den ersten Schritt in die nachhaltige Richtung getan.

WI 18

Vision 2000 Watt

Im Tagblatt lese ich über diese Vision und wie sich der WWF, der VCS und die ES sich vorstellen wie dieses Ziel erreicht werden könnte.
Ich lese über Investitionen, die ermöglichen würden, dass Produkte energieärmer produziert werden könnten. Vieles soll von der Politik eingeleitet und dirigiert werden. Der einzelne Bürger spürt die „Konsequenzen“ dieser Auflage erstmals bloss durch die Erhöhung von Steuern und Lenkungsabgaben. Sein Portemonnaie schrumpft, es tut weh und man ärgert sich über die teure Schweiz und die zahlreichen Abgaben die dem Lohn entnommen werden.

Der einzelne Bürger wird durch diese „Massnahme von oben“ nicht aufgefordert zu handeln und sich selbst zu hinterfragen. „Wo könnte ich Energie sparen und wo würde ich es auch ganz konkret tun wollen?“.

Klar braucht es irgendwelche Form, um der Vision wenigstens näher zu kommen. Aber ich frage mich, ob es funktioniert. Denn obwohl die Leute zuerst nicht zurückstecken bzw. Energie sparen müssen und ihr Konsumieren nicht überdenken müssen, so wird wohl in einigen Leuten ein Gefühl von zunehmendem Unmut wachsen. Dieses Gefühl ist für eine gemeinsame und nachhaltige Zukunft sicherlich nicht förderlich.

Graue Energie und andere Länder

Es wird von „grauer Energie“ gesprochen bzw. von der versteckten Energie die gebraucht wird, um Produkte herzustellen. Viele „graue Energien“ die unmessbar bleiben gelangen via Importe in die Schweiz.

Eine Banane die in Süd Afrika produziert wird benötigt reichlich Energie bis sie schlussendlich in unseren Einkaufsläden zum Verzehr bereitsteht. Als nachhaltige Schweizer achten wir darauf, dass die eingekauften Bananen von einer Produktion stammen die in Rücksicht auf die Natur und Gesellschaft produziert.
Zunehmend überlegen wir uns, ob wir jetzt besser eine Kiwi oder einen Apfel kaufen, denn regionales Obst, so wissen wir, braucht viel weniger Energie.

Diese Überlegungen erachte ich als sehr wichtig und notwendig für die ganze Palette an Produkten.

Eine kleine Frage taucht jedoch in mir auf:
Wenn wir alle in diese Richtung gehen und die Importe aus armen Ländern zurückgehen ist denn dies wirklich so nachhaltig? Vielleicht nehmen wir den armen Leuten im Extremfall noch die Möglichkeit zu arbeiten? Gehen diese Gedanken zu weit? Sind diese Menschen auf uns angewiesen? Oder könnten sie sich, bzw ihre Arbeit teurer verkaufen wenn die Preise nicht ständig durch den europäischen und amerikanischen Markt gedrückt würden?

Sunday, May 07, 2006

Armut ist etwas, was Menschen einander antun!

Und aus diesem Grund können wir Menschen auch etwas gegen die Armut unternehmen. Wir müssen nur wollen. Aber wann?

In der vergangenen Woche hörte ich im Radio einige Kurznachrichten über den Sudan. Dieses Land steht seit 1983, fast ständig im Bürgerkrieg. Und plötzlich zeigen „Weltmächte“ wie die USA Interesse an einem der ärmsten Länder der Welt. Diese Hilfsbereitschaft kann nicht ethisch begründbar sein, denn sonst wäre dem Land schon längst geholfen worden. Richtig, da muss irgendwie Macht und Geld im Spiel sein. Tatsächlich, im Sudan existieren Erdölfelder, und was das ganze noch spannender macht ist die Tatsache, dass der Sudan an der „Bruchlinie“ zur islamisch – arabischen Welt liegt. Das heisst, die USA sind am Frieden, und somit der Bekämpfung der Armut, nur aus eigenen Profitabsichten interessiert.

Armut ist etwas, was Menschen einander antun!


Im Tagesanzeiger vom 06.05.06 wird ein einem Artikel eine Studie erwähnt, die besagt, dass Kinderarbeit im Jahr 2016 nicht mehr existieren wird. Welch frohe Nachricht! Endlich hat sich der Einsatz von Menschen und Organisationen gelohnt!
In der Zeit zwischen 2000 und 2004 ist die Kinderarbeit von weltweit 17,6 auf 15.8 Prozent gesunken. Wenn aber die Statistik weiter betrachtet wird ist ersichtlich, dass sich vor allem in Lateinamerika und in der Karibik die Lage verbessert hat, nämlich von 16,1 auf 5,1 Prozent. Bedenklich bleibt, dass in den restlichen Gebieten sich die Zahlen nicht gross nach unten verändert haben. Asien und Pazifischer Raum von 19,4 auf 18,8%, Afrika südlich der Sahara von 28,8 auf 26,4 %, und in anderen Regionen von 6.8 auf 5.2 %.

Leider sind die Zahlen aus Afrika prozentmässig immer noch sehr hoch, denn auf diesem Kontinent breitet sich die Armut weiter aus. Und solange Armut herrscht, wird auch die Kinderarbeit weiter bestehen. Zahlen besagen, dass in Afrika 47 Millionen Kinder von der Schulbildung ausgeschlossen sind. Zudem rechnet man bis im Jahr 2010 mit 50 Millionen Aidswaisen. Solche Kinder landen aus purer Not rasch wieder in der Zwangsarbeit.

Armut ist etwas, was Menschen einander antun!

Menschen mit Macht und Geld sind gefragt, damit die Kinderarbeitslosigkeit weiterhin sinkt! STOPP! Wir alle sind mächtig, denn wir alle haben Schreiben und lesen gelernt und Bildung genossen. Wir alle könnten unsere Meinung kundtun und z.B. Protestbriefe an Konzerne schreiben. Wenn dies viele Menschen täten, wäre der Handlungsdruck für die Konzerne gross, denn ihr Interesse ist es, eine zufriedene Kundschaft zu haben. Vorlagen von solchen Briefen sind bereits vorhanden, z.B. im Fall Spektrum (http://www.evb.ch/p10047.html) liegt ein fix fertiger Beschwerdebrief (http://www.evb.ch/cm_data/CH_Brief_Premierministerin.rtf) bereit, und wartet nur noch ausgedruckt zu werden.

Mein Vorschlag wäre es, im Rahmen dieses Moduls nicht nur über das Thema Nachhaltige Zukunft zu philosophieren, sondern auch etwas zu unternehmen.
In dem Sinn:

Armut ist etwas, was Menschen einander antun!