Friday, May 19, 2006

WI 20

Saubere Toiletten


Während dieser letzten Woche, begegnete ich an Feierabend im Neubau zwei Mal dem Hauswartteam, welches sich um die Sauberkeit der Toiletten kümmerte.
Ich habe mir das ein wenig genauer angeschaut und daraus geschlossen, dass wir z.B. saubere Toiletten als Selbstverständlich erachten. Oft merken wir gar nicht wer täglich seiner Arbeit nachgeht um uns ein angenehmes Bild zur Verfügung zu stellen. Wir bemerken die „stille Arbeit“ erst wenn wir die Leute sehen oder sich uns dreckige Toiletten präsentieren.

Der Gang zur Toilette, beinhaltet sehr viele Arbeiten und Dienstleistungen die von 1000 von Leuten vollzogen werden, die wir uns nie erträumen lassen würden…

Wer hat das Gebäude errichtet? Wer hat es geplant? Wer hat die Stromanschlüsse, wer die Wasserleitungen eingerichtet? Wer hat die WC Schüssel fabriziert und bis auf Rorschach transportiert? Wer sorgt dafür, dass aus (vielleicht von Kindern gesammeltem) Altpapier, Recyclingabtrocknungstüchlein zur Verfügung gestellt wird? Wer sorgt täglich dafür, dass wir sauberes Wasser in den Leitungen haben? è Dazu: Ist uns bewusst, dass das Wasser, welches in unsere Toiletten fliesst, dasselbe ist wie welches wir trinken? Verschwendung?

Gut, schauen wir mal an dem Seifenspender, den Fenstern, den WC Kabinen vorbei, was für Arbeiten wurden sonst noch getan, damit wir täglich bis zu 4 mal die Toiletten ohne zu fragen benutzen können?

Neben den einmaligen Dienstleistungen, werden zu unserem Wohl zahlreiche sich immer wiederholende durchgeführt. Der tägliche Toiletten-Putz und das herbeiführen von Leitungswasser sind nur 2 Beispiele.

Wie viel Wasser spülen wir überhaupt bei jedem WC Gang weg? Es sind glaube ich zwischen 3-7 Liter je nachdem ob die Spartaste gedrückt und eventuell sogar arretiert wird oder nicht.
3 Liter sauberstes Trinkwasser!!!!
Es gibt Leute, die müssen für 10 Liter am Tag, kilometerlange Wege an der prallen Sonne zurücklegen und dieses Wasser mit der ganzen Familie während einem Tag teilen.

Klar können wir kein Wasser in solche Länder schicken, aber was hindert uns daran bei jeder Spülung an diese Menschen zu denken und mit der Spartaste ein Zeichen zu setzen? Jeder Liter Wasser der nicht gebraucht wird, kostet weder Geld noch Energie. Dieses kann ja effektiv oder (vorläufig) im Kopf auf die Seite gelegt werden und irgendwann an eine Institution oder an einer Familie geschenkt werden.

Nachhaltiges Denken bedeutet für mich Handeln mit Denken!

Michèle

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