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Vision 2000 Watt
Im Tagblatt lese ich über diese Vision und wie sich der WWF, der VCS und die ES sich vorstellen wie dieses Ziel erreicht werden könnte.
Ich lese über Investitionen, die ermöglichen würden, dass Produkte energieärmer produziert werden könnten. Vieles soll von der Politik eingeleitet und dirigiert werden. Der einzelne Bürger spürt die „Konsequenzen“ dieser Auflage erstmals bloss durch die Erhöhung von Steuern und Lenkungsabgaben. Sein Portemonnaie schrumpft, es tut weh und man ärgert sich über die teure Schweiz und die zahlreichen Abgaben die dem Lohn entnommen werden.
Der einzelne Bürger wird durch diese „Massnahme von oben“ nicht aufgefordert zu handeln und sich selbst zu hinterfragen. „Wo könnte ich Energie sparen und wo würde ich es auch ganz konkret tun wollen?“.
Klar braucht es irgendwelche Form, um der Vision wenigstens näher zu kommen. Aber ich frage mich, ob es funktioniert. Denn obwohl die Leute zuerst nicht zurückstecken bzw. Energie sparen müssen und ihr Konsumieren nicht überdenken müssen, so wird wohl in einigen Leuten ein Gefühl von zunehmendem Unmut wachsen. Dieses Gefühl ist für eine gemeinsame und nachhaltige Zukunft sicherlich nicht förderlich.
Graue Energie und andere Länder
Es wird von „grauer Energie“ gesprochen bzw. von der versteckten Energie die gebraucht wird, um Produkte herzustellen. Viele „graue Energien“ die unmessbar bleiben gelangen via Importe in die Schweiz.
Eine Banane die in Süd Afrika produziert wird benötigt reichlich Energie bis sie schlussendlich in unseren Einkaufsläden zum Verzehr bereitsteht. Als nachhaltige Schweizer achten wir darauf, dass die eingekauften Bananen von einer Produktion stammen die in Rücksicht auf die Natur und Gesellschaft produziert.
Zunehmend überlegen wir uns, ob wir jetzt besser eine Kiwi oder einen Apfel kaufen, denn regionales Obst, so wissen wir, braucht viel weniger Energie.
Diese Überlegungen erachte ich als sehr wichtig und notwendig für die ganze Palette an Produkten.
Eine kleine Frage taucht jedoch in mir auf:
Wenn wir alle in diese Richtung gehen und die Importe aus armen Ländern zurückgehen ist denn dies wirklich so nachhaltig? Vielleicht nehmen wir den armen Leuten im Extremfall noch die Möglichkeit zu arbeiten? Gehen diese Gedanken zu weit? Sind diese Menschen auf uns angewiesen? Oder könnten sie sich, bzw ihre Arbeit teurer verkaufen wenn die Preise nicht ständig durch den europäischen und amerikanischen Markt gedrückt würden?

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