Armut ist etwas, was Menschen einander antun!
Und aus diesem Grund können wir Menschen auch etwas gegen die Armut unternehmen. Wir müssen nur wollen. Aber wann?
In der vergangenen Woche hörte ich im Radio einige Kurznachrichten über den Sudan. Dieses Land steht seit 1983, fast ständig im Bürgerkrieg. Und plötzlich zeigen „Weltmächte“ wie die USA Interesse an einem der ärmsten Länder der Welt. Diese Hilfsbereitschaft kann nicht ethisch begründbar sein, denn sonst wäre dem Land schon längst geholfen worden. Richtig, da muss irgendwie Macht und Geld im Spiel sein. Tatsächlich, im Sudan existieren Erdölfelder, und was das ganze noch spannender macht ist die Tatsache, dass der Sudan an der „Bruchlinie“ zur islamisch – arabischen Welt liegt. Das heisst, die USA sind am Frieden, und somit der Bekämpfung der Armut, nur aus eigenen Profitabsichten interessiert.
Armut ist etwas, was Menschen einander antun!
Im Tagesanzeiger vom 06.05.06 wird ein einem Artikel eine Studie erwähnt, die besagt, dass Kinderarbeit im Jahr 2016 nicht mehr existieren wird. Welch frohe Nachricht! Endlich hat sich der Einsatz von Menschen und Organisationen gelohnt!
In der Zeit zwischen 2000 und 2004 ist die Kinderarbeit von weltweit 17,6 auf 15.8 Prozent gesunken. Wenn aber die Statistik weiter betrachtet wird ist ersichtlich, dass sich vor allem in Lateinamerika und in der Karibik die Lage verbessert hat, nämlich von 16,1 auf 5,1 Prozent. Bedenklich bleibt, dass in den restlichen Gebieten sich die Zahlen nicht gross nach unten verändert haben. Asien und Pazifischer Raum von 19,4 auf 18,8%, Afrika südlich der Sahara von 28,8 auf 26,4 %, und in anderen Regionen von 6.8 auf 5.2 %.
Leider sind die Zahlen aus Afrika prozentmässig immer noch sehr hoch, denn auf diesem Kontinent breitet sich die Armut weiter aus. Und solange Armut herrscht, wird auch die Kinderarbeit weiter bestehen. Zahlen besagen, dass in Afrika 47 Millionen Kinder von der Schulbildung ausgeschlossen sind. Zudem rechnet man bis im Jahr 2010 mit 50 Millionen Aidswaisen. Solche Kinder landen aus purer Not rasch wieder in der Zwangsarbeit.
Armut ist etwas, was Menschen einander antun!
Menschen mit Macht und Geld sind gefragt, damit die Kinderarbeitslosigkeit weiterhin sinkt! STOPP! Wir alle sind mächtig, denn wir alle haben Schreiben und lesen gelernt und Bildung genossen. Wir alle könnten unsere Meinung kundtun und z.B. Protestbriefe an Konzerne schreiben. Wenn dies viele Menschen täten, wäre der Handlungsdruck für die Konzerne gross, denn ihr Interesse ist es, eine zufriedene Kundschaft zu haben. Vorlagen von solchen Briefen sind bereits vorhanden, z.B. im Fall Spektrum (http://www.evb.ch/p10047.html) liegt ein fix fertiger Beschwerdebrief (http://www.evb.ch/cm_data/CH_Brief_Premierministerin.rtf) bereit, und wartet nur noch ausgedruckt zu werden.
Mein Vorschlag wäre es, im Rahmen dieses Moduls nicht nur über das Thema Nachhaltige Zukunft zu philosophieren, sondern auch etwas zu unternehmen.
In dem Sinn:
Armut ist etwas, was Menschen einander antun!

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