Gedanken
Positive Elemente nachhaltiger Entwicklung:
- Fair trade Produkte (Z.B. Max Havelar, Switcher, usw.)
- Fair trade Produkte finden zunehmend auch Platz bei Grossverteiler
- Einsatz von diversen Organisationen, wie EVB usw.
- Es bestehen verschiedenste Lehrmittel zum Thema Reich- Arm.
Defizite:
- Nicht alle Menschen können sich Fair trade Produkte leisten
- Es gibt immer noch viel zu viel Billig-Produkte zu Dumpingpreisen.
- Unsere Luxusgüter werden zum Teil auf Kosten anderer Menschen hergestellt.
- Die Arbeiter erhalten verhältnismässig immer noch zu wenig Lohn. Der Gewinn von
Produkten bleibt meistens bei wenigen mächtigen Menschen aus Industrienationen.
Ein Beispiel aus dem Alltag:
Aktion bei Tschibo: T-Shirt für 8 Franken!
Dieses Shirt ist kaum in der Schweiz hergestellt worden. Bei genauerer Betrachtung des Kleidungsstückes wird ersichtlich, dass es in China produziert worden ist. Unter welchen Umständen? Sind diese sozial und gesundheitlich zumutbar? Kann die Näherin mit ihrem Lohn überleben? Wird sie die Familien ernähren können? Hat sie Zeit um mit ihren Kindern zu spielen? Müssen ihre Kinder auch arbeiten, dürfen sie die Schule besuchen? Kann die Familie die Schule überhaupt bezahlen?
Mein neunjähriges Nachbarmädchen sehe ich einige Tage später mit diesem Shirt auf der Strasse Seil springen. Ihre Familie stammt aus Ex- Jugoslawien. Beide Eltern müssen arbeiten, um den Kindern Rollerblades zu ermöglichen. Bis vor einigen Monaten lebte diese Familie in einer preisgünstigen Dreizimmerwohnung. Die drei Geschwister, 12, 9 und 3 Jahre alt, mussten sich ein Zimmer teilen. Jetzt reicht das Einkommen der Eltern immerhin für eine Vierzimmerwohnung.
Während ich dem Mädchen zuschaue, geniesse ich ein Stück Max Havelar Schokolade. Wunderbar, ich unterstütze somit die Bauern im fernen Land und garantiere ihnen einen fairen Lohne und gerechte Arbeitsbedingungen. Ich kann mir dieses Produkt leisten. Das Nachbarmädchen ist ins Haus verschwunden und kehrt nach einer Weile mit einer Reihe Migros- Budget Schokolade, -.45 Rappen die billigste Ausführung, zurück.
Das Thema Armut löst in mir eine gewisse Ohnmacht aus, denn es ist so komplex.

1 Comments:
Kleines Budget, keine Fair-Trade-Labels? Heutzutage sind einige Fair-Trade-Produkte auch für ein kleines Portemonnaie erschwinglich. Leider ist die Liste kostengünstiger Produkte eher kurz. Ein Beispiel wäre der O-Saft von Max Havelaar, der kostet momentan 1.50 Fr. Doch was heisst kostengünstig? Ein sehr relativer Begriff, der u. a. vom zur Verfügung stehenden Budget und vom gelernten Umgang mit Geld abhängt. Ausserdem gibt es auch gut begünstigte Personen, die Produkte von Billiglabels vorziehen. Woran es da wohl fehlt? An Aufklärung? In der Schweiz werden verhältnismässig viele Fair-Trade-Labels konsummiert. Dennoch: eine Steigerung ist möglich.
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